Römer

Die Politik Philipps V. von Makendonien verwickelte Kreta in neue Abenteuer. Ein Bündnis mit Kreta diente seinen großgriechischen Plänen; allerdings gegen die Macht von Rhodos, das dank seiner starken Flotte die östlichen Wasserstraßen kontrollierte. Dagegen standen Krieg oder Piraterie. Rhodos wandte sich nun an die Römer, die 201 v Chr mit dem Krieg gegen Philipp begannen. Da Kretas bedeutendste Stadt Knossos mit Rhodos verbunden war, ging die kretische Piraterie hauptsächlich von westlichen Städten aus, die ihrerseits mit Sparta kooperierten. Der Sieg über Sparta brachte den Römern Häfen und Stützpunkte in Kreta. Das Römische Reich hatte damit einen Fuß auf Kreta. Und nach längerem hin und her wurde Kreta 67 v Chr endgültig dem Römischen Reich einverleibt. Für Rom wurde Kreta zum strategischen Knotenpunkt als Schutz seiner Getreideflotten von Ägypten nach Italien. Hauptstadt der neuen Provinz CRETA ET CYRENE wurde Gortyns.
Es fällt ins Auge, dass Kreta nicht latinisiert wurde. Die Bevölkerung blieb griechisch. Auch die örtliche Selbstverwaltung der Städte blieb erhalten. Mehrere römische Kaiser, wie z B Hadrian (117 – 138 n Chr) erwiesen sich als Wohltäter Kretas, indem sie in öffentliche Straßen, Brücken und Aquaedukte investierten. Aus dieser Zeit sind auch die auf kolimbarischem Boden erfolgte Förderung des Diktynna – Tempels sowie der Ausbau der Straße von dieser Anlage nach Süden zu erwähnen. Wie uns der griechische Geograph Strabo (X, 479) berichtet,

Römische Strasse beim Diktynna

Oblag in der römischen Zeit die Kontrolle über das Diktynna Heiligtum der südlich von Kastelli gelegenen Stadt Polyrhinia.
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Römische Zisterne

Bei Aptera über der Soudabucht.